Datum: Alturiak 10, 1361 DR

»Dein verdammtes Botenvieh hat sich mit Sicherheit verlaufen« brüllte der Tiefling zu Tarlyn »Die Drow kostet uns nur noch Nahrungsmittel und Geduld. Sie ist aufmüpfig, unkooperativ und sie bespuckt uns jedes mal, wenn wir nah genug sind.« – »Klingt nach der perfekten Frau für dich« spottete Tarlyn in Richtung Tiefling, welcher daraufhin Geräusche machte, als würde ihm schlecht werden.

Ich konnte nur schwer meine Augen offen halten und schlief ab und an kurz ein, doch die Stacheln, die sie an den Schellen der Ketten befestigt sowie die Gabel, die sie mir am Hals befestigt hatten, hielten mich schon seit Tagen wach. Als ich kurz aufblickte, sah ich, wie ein Mann mit Flügeln und einer sanft leuchtenden Aura vor meiner Zellentür stand und mich musterte. Ich habe schon von den Aasimar gehört, aber noch nie einen gesehen. Es hieß, sie seien eigentlich sehr friedfertig. Als er verschwand, hörte ich nur noch ein »Wer sind sie?« von dem Tiefling, ehe ein gleißendes Licht kurzzeitig den Korridor flutete und der Minion an meiner Zellentür vorbei flog, als habe er seinen verdienten tritt bekommen. Neben dem zerbrechen von Glaskolben, dem schmettern von Stahl gegen Stein und dem zertrümmern von größeren Gegenständen konnte man die Kampfschreie des Tieflings und Tarlyn wahrnehmen, zu dem Gestöhne beider, als sie offenbar auf dem Boden aufschlugen.

Nachdem das Gerangel scheinbar vorbei war, schloss jemand den Kerker auf und kam auf mich zu. Ich schloss meine Augen, noch ehe er aus den Schatten trat und flüsterte schwach »Lasst mich in ruhe, ich hab euch nichts zu sagen« während ich bei dem Versuch ihn von mir fern zu halten, an den Ketten zog. »Beruhige dich, ich will dir nur helfen« sprach er leise, nahm mich in den Arm und löste meine Ketten ehe er mich auf den Boden legte, um meine Wunden zu behandeln. Seine Hände, die er auf meine Wunden legte, fühlten sich warm an und ich konnte eine wohltuende Energie spüren, die durch sie in meinen Körper zu strömen schien. »Alles wird wieder gut« schien er mich mit seiner rauchigen Stimme weiter zu beruhigen versuchen und mich anschließend hoch hob.

Er brachte mich zu einer jungen Frau, die seine Schwester zu sein schien, auch wenn sie kaum Ähnlichkeiten auf zu weisen hatten. Das letzte, was ich von ihm hörte war »Kümmere dich bitte sehr gut um sie, Schwesterchen. Sie hat sehr viel durch machen müssen.« - »Aber Ykril. Sie ist eine Drow und dazu noch schwanger« - »Das ist unwichtig Sunih!«
»Bei den Göttern, was hat die Katze denn da angeschleppt?« kam es auf einmal von einer weiteren männlichen Stimme, worauf der Aasimar, offensichtlich Ykril, nur noch genervt entgegnete »Jetzt hört auf, alle beide. Sie brauch hilfe und wird keine bekommen, wenn nicht von uns« »Ist ja gut, bring sie ins Gästezimmer ich bereite warmes Wasser und saubere Tücher vor« gab dann die junge Frau dann doch nach.

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