Datum: Alturiak 15, 1361 DR  18+ content

Jetzt lag ich schon seit einigen Tagen, meist bewusstlos oder lethargisch, in diesem Bett und wurde immer von einem pelzigen, kleinen Vierbeiner geweckt, welches Nimri immer quer durch das Zimmer jagte. Sinah, die Schwester von meinem Retter Ykril, sprach nicht viel und fragen über den Aasimar ignorierte sie gekonnt. Obwohl sie anfänglich bedenken geäußert hatte, schien sie sich dennoch um mich zu kümmern.
Als ich alleine im Raum war, versuchte ich mich auf zu setzen und fasste mir sanft an meinen leicht angeschwollenen Bauch »Ich will dieses Kind nicht« begann ich zittrig zu murmeln. Ich musterte meinen Körper, vor allem die Stellen, an denen man mich tief schnitt und die Wunden wieder aufriss und war erstaunt, dass die Wunden vollständig verheilt waren und nicht einmal Narben übrig blieben. Nachdem ich aufstand, spürte ich einen stechenden Schmerz im Bauch und sah, wie mir eine ungewöhnliche menge Blut an meinem Bein entlang lief. Ich schrie kurz schmerzerfüllt auf und viel zu Boden, wo ich mich vor zusammen rollte und ehe ich mich versah, kniete schon Sinah neben mir und rief nach Zalen, ihrem Bruder, er solle Wasser und Tücher bringen. »Was ist los?« fragte ich sie zittrig und bekam ein knappes »Du gebärst – viel zu früh« als Antwort, während sie mir aufs Bett half. Nach mehreren, schmerzvollen Stunden, war es endlich vorbei und ich konnte wieder normal durchatmen und die Augen schließen.

Als ich wieder wach wurde, schlief Nimri neben meinem Kopf und Sinah saß auf der Bettkante. »Ah, du bist wach« begann sie ruhig »bei dem Blutverlust war ich mir unsicher, ob du es überstehen würdest« fuhr sie fort während ich mich aufsetzte. Sie schaute mich mit an und fing an leicht zu stammeln »Dein Kind hat es nicht geschafft« und nahm meine Hand. Doch ich wusste einfach nicht, was ich empfinden sollte. Einerseits wäre es mein Fleisch und Blut gewesen, andererseits ein unerwünschtes Bastard-Kind und legte meine freie Hand auf meinen Bauch.

Wir saßen einige Minuten schweigend auf dem Bett, ehe Sinah aufsprang »Du musst kurz vor dem Verhungern sein. Ich hoffe nur, dass du das Essen hier verträgst« und verschwand kurzerhand aus dem Raum. Solche Seitenhiebe musste ich mir schon eine Zeit lang gefallen lassen. Ich schüttelte kurz den Kopf und sah zum schlummernden Nimri »Wir müssen hier weg« flüsterte ich zu ihm »Auch wenn sie sich um mich zu kümmern scheint, kann sie ihren Groll nur schwer verbergen.« Ich richtete mich auf und stützte mich an der Wand, damit ich nicht wieder umfiel und suchte nach meiner Kleidung, fand jedoch nur meine Waffen. Als Sinah mit einem Tablett wieder in den Raum kaum, versuchte ich mich schamhaft zu bedecken und verlor dabei das Gleichgewicht. Diesmal jedoch ließ sie sich Zeit und stellte erst gemütlich das Tablett ab, ehe sie mir wieder aufhalf »Du brauchst noch ein paar Tage und so lange bleibst du im Bett.« kam es fordernd von ihr »Ich hab es Ykril versprochen« warf sie leise nach und schob mir das Tablett auf den Schoß.

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